Didgeridoo in Sandwichbauweise aus Birke.

Dieses Didgeridoo ist hergestellt aus Birke in üblicher Sandwichtechnik, mit Mundstück aus Mahagoni. Innen mit Querrillen als "Termitengang-Ersatz" versehen und mit wasserfestem Holzleim imprägniert. Außen ist es gewachst.

Der Rohling war ein Jahr abgelagert. Das Holz ließ sich sehr leicht bearbeiten und ich hatte keinerlei Probleme mit Rißbildung.

Die Maße sind:  
Länge 139 cm
Mundstück 3cm
Trichter 5 cm
Wandstärke 8 mm
Tonlage C#

 


Ton-Didge von Wolfgang Bodenmüller

Als Tonmaterial habe ich einen ganz normalen sogenannten Aufbauton genommen, dieser läßt sich erstens für einen ungeübten relativ leicht bearbeiten, zweitens kann man ihn auch sehr hoch brennen. Ich habe mir sagen lassen, daß ein Hochbrand (1250°C) gut für Obertöne sein soll.

Der erste Schritt ist die Vorbereitung der "Form". Für ein Didge sieht das so aus, daß man aus Schaumstoff, Zeitungspapier und zum Schluß einer Lage Plastikfolie den Körper für das Rohr formt um, welchen dann der Ton gewickelt wird.

Dann wird aus dem Tonklotz eine Platte gewalzt, wichtig (und mühsam) dabei ist, daß keine Luftblasen mehr im Ton sein dürfen. Im Töpfer "Fachjargon" wird dieser Schritt Verdichten genannt. Luftblasen führen beim Brennen zu Abplatzungen.

Auf dem 1. Bild sieht man nun die fertige Platte und die "Form". Auf dem nächsten ist dann bereits der Ton um die Form gewickelt und die Naht zusammengefügt.
 


Tonplatte und Form

Hier wird der Ton um die Form geschlossen

 
Am unteren Ende wird für den Trichter ein Dreieck ausgeschnitten, dann ein entsprechend größeres Dreieck wieder eingesetzt. So erreicht man einen größeren Durchmesser den man ausformen kann, ohne die Wandstärke zu verändern. Am Ende wird alles mit Zeitungspapier oder ähnlichem in der gewünschten Form und Lage stabilisiert.

Der Trichter
 

Nach dem Formen läßt man den Ton langsam an der Luft trocknen, entfernt die Form aus dem Inneren des Didges und kann es dann bemalen.

In diesem Zustand ist es allerdings sehr empfindlich und brüchig. Erst nach dem Brand ist die endgültige Festigkeit und Größe erreicht. (Ton schrumpft beim brennen).

fertig bemalt  im Brennofen  gebrannt
 

Leider ist die Grundfarbe nicht zu dem dunklen Rot geworden, wie normalerweise. Vermutlich lag es daran, daß dieser Brennofen mit Gas befeuert wird und nicht elektrisch beheizt ist.

Nun habe ich eben 2 anthrazitfarbene Tondidges, das größere ist ein etwas zu tiefes D, das kleinere fast ein exaktes D
(sagt jedenfalls mein kleiner Korg CA-10).

Für die Zahlenfreaks: 133 cm; Wandstärke 1cm; Außen-D 8 cm; Bell 15 cm für das Große

124 cm; Wandstärke 1 cm; Außen-D 6 cm; Bell 11 cm für das Kleine

Die Profis unter Euch werden es wohl bemerkt haben, als "Form" für das kleinere Didge diente das uns allen so wohl bekannte graue Kunststoffrohr mit 4cm Durchmesser.

 

Hier noch ein paar Detailbilder    

 

Dieses ist mein in Sandwichtechnik selbstgebautes Ahorn-Didge.
2002-07-29